27. April 2020 | France
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Die Cabernets

Es gibt mehrere Cabernet-Rebsorten, aber die bekanntesten sind der Cabernet Sauvignon und der Cabernet Franc. Daneben gibt es weltweit noch weitere Rebsorten, darunter den :
- Cabernet Dorsa
- Cabernet Dorio
- Cabernet Moravia
- Cabernet blanc
- Cabernet Jura
- Cabernet Cortis
- Rubi Cabernet
- Cabernet Gernischt
- Cabernet Mitos
- Cabernet VB 91-26-04

1. CABERNET SAUVIGNON

Dies ist eine der – zusammen mit dem Merlot – am meisten angebauten Rebsorten. Gemäß jüngsten Studie der Adelaide-Universität in Australien umfasst sie mehr als 290.000 Hektar.
Weltweit ist die Traubensorte derzeit am beliebtesten: Sie fühlt sich überall heimisch, von den kalten Böden Neuseelands bis zur Sonne der Bekaa-Ebene im Libanon.
In Osteuropa erfährt sie eine intensive Entwicklung, aber auch in Australien, Kalifornien, Südafrika und in Chile.
Diese mythische Traubensorte steht an der Wiege der edlen Médoc-Weine, die den großen französischen Weinen ihre Reputation in der ganzen Welt bescherten. Es gibt sie im Languedoc und in der Provence.
Der Cabernet Sauvignon übersteht die Kälte des Winters, er treibt spät aus und entwickelt sich oft während der Frühlingsfröste (die ausgezeichneten 91er sind das beste Beispiel dafür). Sein Ertrag ist relativ schwach, wenn man ihn richtig ausgewählt und gepfropft hat. Seine dicke Rinde widersteht dem Wasser.
Die Erfahrung zeigt, dass es richtig ist, seine Strenge etwas mit ein wenig Merlot und Cabernet Franc zu mildern. Dies ist im Libournais der Fall, in kieshaltigen Gebieten, wie man sie beim Château Figeac antrifft.
Hat der Wein Cabernet Sauvignon eine große Herkunft, so verfügt er über eine unglaubliche Komplexität: Vollmundig ohne zu starken Alkoholgehalt, mit einer feinen Harmonie zwischen dem Bouquet und dem Körper, ist er die Verbindung von körperlichem und sinnlichem Genuss.

Varianten

Vidure, Petite Vidure, Sauvignon, Sauvignonne, Bouchet

Die wichtigsten organoleptischen Eigenschaften

Stark durch Wildfrüchte und eine Note der Johannisbeere geprägt kann er einen blumigen Charakter von Veilchen und Pfingstrose entwickeln, was durch milde Würze hervorgehoben wird.
Ein Bukett aus Zeder, Johannisbeere und Lakritz.

Feinheit und Tiefe der klassischen Grands Crus der Anbaugebiete Graves und Médoc: Zimt, Pfeffer, Vanille, Himbeere, Iris, Veilchen, Leder, Schattenmorelle, geröstete Mandel, Kaffee, Minze und Unterholz.
Es entstehen dank der beachtlichen Säure kräftige Weine - voller Leben, woraus für die großen Jahrgänge eine lange Haltbarkeit und Konservierungsmöglichkeiten über mehrere Jahrzehnte hinweg resultiert.

Geografische Gebiete :

In zahlreichen Ländern vertreten: USA (Kalifornien) Chile, Argentinien, Australien, Neuseeland, Italien, Spanien, Bulgarien, Rumänien, Südafrika, China, Kroatien, Griechenland, Moldavien, Portugal, Ukraine.

Gewünschte Zusammenstellungen

Diese Rebsorte passt sehr gut zu rotem Fleisch (Entrecôte, Rinderschulter, T-Bone-Steaks) und Wild (Wildschwein, Reh, Hase, Hirsch).
Passt nach einigen Jahren Lagerung auch hervorragend zu Lammfleisch.

2. CABERNET FRANC

Die Rebsorte Cabernet Franc ist eine der klassischen Rebsorten des Sortenbestands in Bordeaux. Er wird hauptsächlich in Libournais angebaut, wo er in gewissen Betrieben vorherrschend ist. Der berühmte Château Cheval Blanc hat so zum Beispiel 70 Prozent seines Sortenbestands aus dem Cabernet Franc.
Des Weiteren, ist sie ebenso im Val de Loire und im Südwesten sowie in ungefähr 40 weiteren Ländern vertreten. Ungefähr 37 000 Hektar werden in Frankreich mit dieser Rebsorte angebaut und und trotzdem ist sie nur auf dem 10. Platz. Weltweit werden 54 000 Hektar angebaut.
Die zweite Reifeperiode (mittelspät) bevorzugt eher die mineralhaltigen Kalk-Lehmböden.
Andere Bezeichnungen: BOUCHET in Bordeaux, BRETON in der Loire

Die wichtigsten organoleptischen Eigenschaften

Die Rebsorte aus der Familie der Cabernets bevorzugt Aromen von schwarzen und roten Früchten, würzige Aromen und in manchen Anbaugebieten auch blumige. Sie ist im Mund weicher als der Cabernet Sauvignon. Auf Kalkböden können ihre Aromen Noten von feuchter, humoser Erde, nassem Laub und Pilzen annehmen.
Sie unterscheidet sich durch ihre aromatische Finesse, durch ihre würzigen Aromen von Pfeffer, sowie durch ihre Struktur und ihr gutes Alterungspotential, ohne dass sie mit dem Cabernet Sauvignon zu vergleichen ist.
Sie ist eine kapriziöse Rebsorte. Zudem ist sie bei der Weinlese sehr zerbrechlich, was zum Guten wie zum Schlechten führen kann.

Eine Rebsorte, die Struktur, feste Tannine, Säure und auch das Alterungspotenzial wie die großen Rotweine edler Weinbaugebiete in sich hat.

Geografische Gebiete

Gewünschte Zusammenstellungen

Häufig in Kombination mit dem Merlot oder dem Cabernet Sauvignon passt diese Rebsorte hervorragend zu rotem Fleisch oder Wild. Nach mehreren Jahren Reifung passt sie auch gut zu geschmortem Fleisch, Geflügel und Weichkäse.